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Donnerstag, 5. Dezember 2013

„Nur noch x Tage bis zur Auslosung“

Wer wartet schon gerne? Niemand und Fußballfans schon gar nicht. Auf die Gruppenauslosung zur FIFA WM 2014 muss man aber warten. Die ist schließlich morgen. Wir haben darauf aber keine Lust. Also haben wir selbst gelost, orakelt oder wie auch immer man es nennen mag. Zwar ganz ohne Glücksfee, Lothar Matthäus oder Kraken-Paul, dafür aber gar nicht mal so schlecht. Was dabei heraus gekommen ist, lest ihr hier.

Wie lost man eigentlich richtig? Man wärmt die Kugel an, ändert kurzfristig die Lostöpfe oder die Regeln. Dann lädt man abgehalfterte Legenden ein und lässt es so aussehen, als würden sie ganz zufällig eine Todesgruppe und eine leichte deutsche Gruppe ziehen. Drumherum noch eine große Gala und noch mehr abgehalfterte Fußballstars. So gehört sich das, wenn man Joseph Blatter heißt oder der FIFA angehörig ist.  

Da uns Pelé in letzter Sekunde als Losfee abgesprungen ist und man Papierschnipsel nicht anwärmen kann, haben wir ganz puristisch gelost. 32 Mannschaften, 4 Lostöpfen, 8 Gruppen. Zu beachten war: im Lostopf 4 befinden sich 9 europäische Mannschaften. Vorab musste 1 europäische Mannschaft ausgelost werden und einer der 4 südamerikanischen Mannschaften aus Lostopf 1 zugeteilt werden. In unserer Auslosung wurde Russland, Argentinien zugeteilt. Im weiteren Los-Prozedere galt es nur zur beachten, dass pro Kontinentalverband maximal eine Mannschaft in die Gruppe gelost werden darf, mit Ausnahme des europäischen Verbands. Aus dem Pool der UEFA-Teams dürfen maximal 2 Mannschaften in jeder Gruppe spielen.

Nach diesem Prozedere haben wir 8 Gruppen gezogen und dabei festgestellt, so könnte es morgen laufen, muss es aber nicht. Eine wirkliche Todesgruppe haben wir übrigens nicht gezogen und auch die deutsche Gruppe ist gar nicht mal so leicht. Vielleicht nimmt sich die FIFA ja ein Beispiel und zieht morgen einfach die selben Gruppen.


von Mattias Jahn

Donnerstag, 10. Oktober 2013

Aufreger des Tages

Donnerstag, 10.10.2013
BILD stellt Schweinsteiger in der DFB-Elf in Frage

Sportlich scheint zum Thema DFB-Team alles gesagt. Mit einem Erfolg am Freitag gegen Irland würde man sich ohne große Schwierigkeiten direkt für die WM in Brasilien qualifizieren. Ein echter „Showdown“ ist dabei nicht zu erwarten. Schon das Hinspiel konnte man bereits mit 6:1 gewinnen. Auch das Thema Kießling hat sich in den letzten Tagen zwar endgültig zur nationalen Debatte entwickelt, ist für die meisten jedoch nach knapp einer Woche ein leidiges Thema geworden. Was nun? Droht der Medienlandschaft nach dem Sommerloch nun etwa ein „Länderspielloch“? Anders ist die neuerliche Personaldiskussion der BILD-Zeitung wohl nicht zu erklären. Im Mittelpunkt diesmal: Bastian Schweinsteiger.

„Gehört Schweini in die WM-Elf?“

Auch wenn man im letzten Jahr das Geschehen im europäischen Fußball nur am Rande mitbekommen haben sollte, so stellt sich einem doch vor Beantwortung dieser Frage eine ganz andere. „Wie kann man zu diesem Zeitpunkt eine solche Frage stellen?“ Begründung BILD: Bastian Schweinsteiger hat seit dem 22. März 2013 kein Länderspiel mehr bestritten – verletzungsbedingt.

Gut recherchiert, doch beim Blick in den Kalender stellt man fest, dass er neben der ferienfreizeitähnlichen USA-Reise Ende Mai (bei der übrigens wegen des Champions League-Finals keiner der Bayern-Spieler teilnahm) und dem Chaos-Test gegen Paraguay nur drei Pflichtspiele der Nationalmannschaft verpasst hat.

Im Gegenzug war es aber eben jener Bastian Schweinsteiger, der in diesem Zeitraum durch seine überragende Leistungen den FC Bayern zum Triumph in der Champions League, in der Bundesliga und im DFB-Pokal führte. Dabei unter anderem Namen wie den FC Barcelona, Arsenal London und Borussia Dortmund ausschaltete und vollkommen zu Recht zu Deutschlands Fußballer des Jahres 2013 gewählt wurde. Auch in dieser Spielzeit lieferte er in allen drei Wettbewerben bisher starke Leistungen ab und ist im neuen Guardiola-System schon aufgrund seiner Präsenz kaum zu ersetzen.

Warum also sollte einer der erfolgreichsten und momentan wohl besten Fußballer Europas nicht mehr in unsere WM-Elf gehören? Weil er bei 4:1 gegen Kasachstan oder dem 4:2-Spaßkick in der Mittagshitze von Boca Raton, Florida gegen Ecuador nicht zum DFB-Team gehörte? Und dadurch jetzt entscheidende Meter im Konkurrenzkampf im deutschen Mittelfeld verloren hat? Lächerlich! Dass es aktuell in der Nationalmannschaft keine Stammplatzgarantie mehr gibt, ist in Zeiten der Rotation im Ligabetrieb nichts neues. Dass sich Bastian Schweinsteiger diesen Platz jedoch mit herausragenden Leistungen beim FC Bayern München verdient hat, sollte eigentlich auch der BILD aufgefallen sein. Ohne Frage, nach diesem Jahr 2013 bleibt Schweinsteiger der unangefochtene Chef im deutschen Mittelfeld. Die Schlagzeile kann also nicht mehr als ein schlechter Scherz vom verantwortlichen BILD-Redakteur gewesen sein. Willkommen "Länderspielloch"!

von Jonas Docter

Donnerstag, 19. Juli 2012

Magnetcup 2012 – Flux's zum Titel

7. Juli, Berlin Mitte – auf dem Kunstrasen in der Augustenstraße finden sich 20 Mannschaften aus Berlin, Bremen und München ein, um den legendären elften Magnetcup, die Stadtmeisterschaft der Freizeitkicker, auszuspielen. Bei herrlichem Sonnenschein rollt ab 10 Uhr der erste Ball, reichlich früh für die party-erprobten unter den Kickern. Doch der Spielmodus in 4 Gruppen lässt genügend Zeit zum durch schnaufen. So bleibt die Stimmung ausgelassen. Auch auf dem Platz wird Ansehnliches geboten: Filigrantechniker lassen die Kugel von einer Sohle zu anderen gleiten und manch einer spricht sogar von taktischen Kniffen, wie abkippenden „Sechsern“ oder der falschen „Neun“. Das lockt zahlreiche Zuschauer, die den Spielfeldrand säumen und sich bei Bier & Wurst vergnügen. 

Zu Bier & Wurst müssen auch die Jungs von „Magnet Wise“ greifen. Denn der erfahrene Gastgeber muss schon nach der Gruppenphase die Segel streichen. Die erste sportliche Sensation ist somit perfekt, denn als als Drittplatzierter in der Gruppe müssen sie den Teams von 11Freunde und Ü100 den Vortritt lassen. Während die „Väter des Turniers“ die Dusche unsicher machen, springt der Nachwuchs in die Bresche. In der starken Gruppe B setzten sich die „Magnet Kids“ durch und ziehen mit „French Connection“ ins Viertelfinale ein. Komplettiert wird die Runde der letzten Acht durch „Cosmos“, „WMF“, „Team Gourmet“ und „Flux FM“.

Doch pünktlich zum Viertelfinale überlässt der "Fußball-Gott" die Leitung seinem Adjutanten Petrus, der offenbar nach Aufmerksamkeit ringt und ein prächtiges Unwetter aufziehen lässt. Regen, Blitz und Donner führen zur kurzfristigen Unterbrechung. Aber schlau ist, wer sich zu helfen weiß. Und so wird der Grill kurzerhand unter die Zeltplane gezogen. Dort hält es die Fußballer beim „Fritz sein Wetter“ allerdings nicht allzu lang und so rollt nur wenig später das Leder über das nasse Granulat. 


Nach den regennassen Viertelfinalpartien stehen sich „Ü100“ und die Jungs von „11Freunde“ im ersten Halbfinale gegenüber. Die haben zwar den späteren Torschützenkönig Steffen in ihren Reihen, müssen sich den junggebliebenen „Ü100“ dennoch mit 0:1 geschlagen geben. Im zweiten Halbfinale gibt es dann eine Lehrstunde im „Kleinfeld – Catenaccio“. Die Mannschaft vom Lokalradiosender „Flux FM“ verbarrikadiert den eigenen Kasten mit Mann und Maus und sorgt dann mit einem schnellen Angriff für die Entscheidung. Obwohl das Team nicht, wie vermutet, von Helenio Herrera trainiert wird überzeugen sie auch im Finale und setzten sich im Elfmeterschießen durch. Bester Spieler im Team des Lokalradios ist der Torhüter, der sich im Duell vom Punkt den Spitznamen „Rudi Kargus von der Augustenstraße“ verdient.

Am Ende eines fairen Turniers heißt, der Sieger „Flux FM“. Ob das Lokalradio den Cup auch im nächsten Jahr verteidigen kann? Sicher ist wohl nur, dass die Schiedsrichter und zahlreichen Helfer auch im nächsten Jahr wieder ein tolles Turnier in Berlin Mitte auf die Beine stellen werden. Bis dahin heißt es abwarten und:

Lang lebe der FC Magnet Mitte!

von Mattias Jahn

Donnerstag, 5. Juli 2012

Kampf um den Kult-Cup

Berlin Mitte – Tränen des Glücks rollen über schwitzige Männerwangen, abgekämpfte Wadenbeißer kauern enttäuscht am Boden und ein wohliger Bratwurstgeruch liegt über dem Spielfeld. In der Hauptstadt finden sich an diesem Wochenende bereits zum 11. Mal engagierte Hobby-Kicker und Fußballromantiker zusammen, um den legendären „Magnetcup“ unter sich auszuspielen.

Sonntagmorgens vor fast 15 Jahren: Nach durchzechter Nacht in den Clubs der Stadt, schleppen sich ein paar Fußballverrückte auf den Sportplatz, um gemeinsam gegen das Leder zu treten und dem Restalkohol Herr zu werden. Das gemeinschaftliche Treffen etabliert sich und wird, in den warmen Sommermonaten, zum festen Bestandteil der Woche. Doch als der Winter eiskalt zuschlägt, ist es selbst den sonst so hartgesottenen Kickern zu frisch und die Suche nach einem geeigneten Hallenplatz beginnt. Da der „Budenzauber“ nur Vereinen vorbehalten ist, gründet sich kurzerhand der FC Magnet Mitte. Der Grundstein ist gelegt und ein Clubheim folgt sogleich. Dieses entwickelt sich zum Herzstück, des magnetischen Kosmos und vereint Fußball und Diskokugel. Über die Jahre hinweg macht sich die „Magnet-Bar“ einen Namen in der Fußball- und Unterhaltungskultur, bis weit über die Grenzen Berlins hinaus. In der Mitte der Hauptstadt gelegen, ist das Clubheim des FC Magnet Mitte der Anlaufpunkt für Fußballjunkies und wird eine feste Größe für alle Berliner, die die Ausgehszene von Mitte schätzen.



Wo also, könnte ein kultiges und sportlich anspruchsvolles Fußballturnier besser stattfinden als auf dem Sportplatz Auguststraße, der Heimat des FC Magnet Mitte?! Am Samstag, den 07. Juli 2012 ist es wieder so weit. Um 10 Uhr ertönt der erste Anpfiff. Dann kämpfen 20 Kleinfeldteams um den 11. Magnetcup und träumen von der begehrten Trophäe, die gegen 18 Uhr in den hoffentlich blauen Himmel gereckt werden darf. Im besten Fußballambiente ist für leibliches und akustisches Wohl gesorgt und wer sich so gar nicht für Fußball interessiert, darf sich am Spielfeldrand bräunen. Am Abend wird auf der Playersparty in der FC Magnet Bar (ab 22 Uhr, Veteranenstraße) gebührend gefeiert und Gewinner und Verlierer werden mit Gerstensaft in rauen Mengen oder der restlichen Getränkekarte versorgt.

Dabei sind auch in diesem Jahr wieder alte Bekannte wie „WMF“, „X-Kickers“, „FC Gran Uwer Bremen“, „French Connection“, „Atomic Cafe München“, „Berliner Frühling“ und „Cosmos“, aber auch einige Neulinge. Alle haben nur ein Ziel – den Sieg! Und damit verbunden Ruhm und Ehre in Berlin Mitte. 

 
Weitere Informationen findet ihr unter folgenden Adressen:


Von Jonas Docter und Mattias Jahn

Donnerstag, 28. Juni 2012

Mein „Schnörres“ für Deutschland

Die Spannung steigt bzw. sie ist schon kurz vor dem Siedepunkt und wenn sie noch weiter steigen sollte, weiß ich nicht wo das hinführt. Schließlich hatte ich so viel „Kribbeln im Bauch“ das letzte Mal während des Elfmeterschießens gegen Argentinien. Heute sind es noch 5 Stunden bis zum Anpfiff und ich schaffe es nicht ruhig zu sitzen. Dafür gibt es wohl verschiedene Gründe. Etwa die Tatsache, dass ich mir die unsägliche 119. Spielminute in den letzten Tagen zu oft angesehen habe. Oder die zahllosen Statistiken über das Unvermögen der deutschen Elf, die Italiener bei einer WM- oder EM-Endrunde zu besiegen, die seit Tagen im Umlauf sind. All das hat nicht unbedingt dazu beigetragen, meinen Puls auf konstant niedrigem Niveau zu halten. Stattdessen ist der Respekt vor einer starken italienischen Truppe langsam, aber sicher in Angst umgeschlagen. Angst, dass sich alles wiederholt – die schreckliche Nacht des 4.Juli, die bitteren Tränen und die Erkenntnis, dass es schon wieder nichts wird mit dem langersehnten Titelgewinn.

Dabei sollte ich doch voller Zuversicht ins Spiel gegen die Italiener gehen. Denn unsere Jungs haben in diesem Turnier den Platz stets als Sieger verlassen, starke Gegner geschlagen und selbst in kritischen Situationen, Stärke und Zusammenhalt bewiesen. Zudem prangt auf meiner Oberlippe der beste Glücksbringer aller Zeiten. Zwar nicht besonders prächtig oder richtig schön, dafür aber unglaublich effektiv. 4 Spiele, 4 Siege, 9:4 Tore – das nennt man wohl eine Erfolgsstory. Legt man meine bärtige Oberlippe zu Grunde kann doch eigentlich gar nichts schiefgehen. Eigentlich! - wäre da bloß nicht dieses mulmige Gefühl. Was ist, wenn ein Schnörres nicht reicht? Wenn die Rotzbremse die Italiener nicht aufhalten kann? Vielleicht braucht es gegen die Italiener mehr als nur ein haariges Ungetüm. Also was soll es, ich gehe auf Nummer sicher und sorge für den Rundumschutz. 
Ein zweiter Schnauzbart muss her und da mir vorne schon einer steht, gibt es nur eine logische Lösung – ein zweiter Schnörres am Hinterkopf: Das muss reichen, auch gegen die Italiener.



 von Mattias Jahn

Sonntag, 24. Juni 2012

Mein "Schnörres" für Deutschland

Was war das für ein herrlicher Abend. In bester Fußballstimmung die Griechen mit 4:2 geschlagen und wieder einmal zeigte sich: Eine Menge Barthaar macht zwar Eindruck, aber gewinnt halt keine Viertelfinalspiele. Wer hingegen auf gezielten Schmuck der Oberlippe setzt, darf im Halbfinale kicken. Die Griechen müssen nun rasieren und nach Hause fahren, während der Schnörres und ich mindestens noch bis zum Halbfinale vereint sind. Die gute Oberlippenbehaarung erfreut sich übrigens bester Gesundheit, auch wenn sie in einen unerbitterlichen Streit mit der umliegenden Haut getreten ist. Aber in einem guten Team muss es auch einmal zu Reibereien kommen. Im Streit der beiden bleibe ich also neutral und behaupte: Das kratzt mich nicht. Ähnlich sollte es auch den Neu-Bänklern Thomas Müller und Lukas Podolski gehen. Die mussten Reus und Schürrle weichen, doch dieser Schachzug vom Bundes-Jogi sollte sich als geniales Strickwerk erweisen. Denn beiden sorgten für mächtige Verwirrung in der tiefstehenden griechischen Verteidigung und waren wichtiger Bestandteil eines ungefährdeten Sieges.  Ob die Neuen auch im Halbfinale auflaufen, wird sich zeigen – sicher ist hingegen, dass sich ein bärtiger Nationalspieler immer mehr in den Vordergrund spielt. Sami Khedira zeigte sich im Viertelfinale erneut von seiner besten Seite, grätschte, passte und vollierte auf allerhöchstem Niveau. Seine beständig herausragenden Leistungen und selbstverständlich seine Vorliebe für Schnauzbärte, machen ihn zu einem absoluten Gewinner. Apropos Gewinner, heißt es in einem allzu bekannten Song der schwedischen Band ABBA (Aber Bitte mit BArt?!) nicht: „The Winner takes it all?“. Den Satz habe ich einmal allzu wörtlich genommen und die griechische Truppe um ihre Bärte gebeten, schließlich hat sie mein Schnurrbart in einem fairen sportlichen Zweikampf geschlagen. Die griechische Truppe ist dieser Bitte selbstverständlich nachgekommen und hat mir die wertvollen „Trophäen“ sogleich zugesandt. Beweis gefällig? Kein Problem ich hab die guten Stücke einmal für euch anprobiert!


Das haut euch nicht vom Hocker? Verständlich! Schließlich heißt es unter Deckhaar-Trägern für gewöhnlich: Den schönen Pelz dort unter deiner Nasenklippe, verdecke nie mit Wuchs von einer anderen Lippe. In diesem Sinne: hier das prachtvolle Original.


von Mattias Jahn

Freitag, 22. Juni 2012

Nur Mut, Jogi Löw!



Ein Bundestrainer, der keine Fehler macht

Jogi Löw macht keine Fehler. Dieser Eindruck entsteht zumindest, wenn man betrachtet wie sich die vereinzelte Kritik am Bundestrainer immer wieder in Luft aufzulösen scheint. Besonders im Vorfeld von großen Turnieren waren seine Planungen hin und wieder ein Streitpunkt.

Oft handelte es sich dabei um personelle Entscheidungen. 2008 durfte Christoph Metzelder die Abwehr der Nationalmannschaft organisieren, obwohl er kein Stammspieler bei Real Madrid war und darüber hinaus erst kurz vorher eine Bänderverletzung kuriert hatte. 2010 sorgte Löws Mannschaft mit jungen Spielern wie Mesut Özil, Sami Khedira und Thomas Müller erst für Überraschung bei den Experten und später auch bei der Weltöffentlichkeit.

Die Vorbereitung zur diesjährigen EM war nicht nur sportlich durchwachsen, sie fiel mit nur zwei Testspielen auch extrem kurz aus. Ganz gleich, ob die kontroversen Entscheidungen von Löw sich auf Personalien bezogen, oder struktureller Art waren, festzuhalten blieb am Ende wieder einmal, dass die Ergebnisse und Leistungen der Mannschaft überzeugten. Und so steht für das DFB-Team nach einer makellosen Qualifikation nun auch das Viertelfinale zu Buche. Drei Siege in drei Spielen – Deutschland ist die einzige Nation ohne Punktverlust! Als Lohn geht es heute Abend gegen Griechenland.

Angesichts dieser Bilanz fällt es nicht leicht Kritik zu äußern. Doch irgendwie hat man das Gefühl, dass die deutsche Mannschaft noch nicht ihr ganzes Potential bei dieser Europameisterschaft abgerufen hat. Teilweise wirkt das Team gehemmt. Das mag sicherlich daran liegen, dass man sich in einer starken Gruppe behaupten musste. „Verlieren verboten!“ – Das Motto der Vorrunde. Der Defensivfußball prägt bisher das Bild der EM und so agierte auch die Truppe von Jogi Löw in ihren ersten drei Spielen aus einer gesicherten Defensive. Mit Erfolg, aber ohne den spielerischen Glanz, der hierzulande schon zur Erwartungshaltung gehört.

Das schwere Erbe von Südafrika

Die WM von Südafrika erweist sich bereits jetzt schon als schweres Erbe. Viele Gegner lassen sich vom deutschen Spiel nicht mehr überrumpeln und sind vom Anpfiff an darauf bedacht, der DFB-Elf jeglichen Raum für ihr Kombinationsspiel zu nehmen. Folglich stehen Top-Spieler, wie Özil oder Gomez im Fokus der gegnerischen Defensivspieler und in der Kritik der Presse. Dabei hakt das Spiel im Wesentlichen gar nicht an ihnen.

Die Schwierigkeiten des Offensivspiels der Nationalmannschaft liegen eher auf den Außerpositionen der offensiven Dreierreihe im Mittelfeld. Mit Lukas Podolski und Thomas Müller spielt dort das bekannte Paar der letzten Weltmeisterschaft. Beide weisen grundsolide Statistiken in der Nationalmannschaft auf und sind Spieler, deren Einsatzwillen nur selten in Frage steht. Jedoch gilt für Beide – Die Saison verlief bescheiden und die persönliche Form ist nicht auf Top-Niveau.

Betrachtet man Podolskis Situation, steht die gute persönliche Leistung, der abgelaufenen Bundesliga-Saison, dem Abstieg mit dem 1. FC Köln gegenüber. Für den Rheinländer natürlich ein Wermutstropfen, grade weil er sich mit einem Abstieg aus der Domstadt verschwindet und nach London geht.
Die Freude scheint ihm auch auf dem Platz zu fehlen. Seinen bisherigen Auftritten bei der EM fehlte stets der Spielwitz. Offensiv zaghaft, fehlten die klaren Bewegungen zu Grundlinie oder in den Raum, mit denen er sich für den Passgeber anbieten soll. Das Zusammenspiel mit Lahm wirkte darüber hinaus häufig starr. Kaum konsequentes Hinterlaufen, kaum Flanken von außen. Über die linke Seite von ist bisher kein Tor erspielt worden.
Gegen diese Kritik steht natürlich das 1:0 gegen Dänemark in seinem 100. Länderspiel. Die Bewegung in die Mitte passte und Podolski konnte den, von Gomez abgefälschten Ball, verwerten und mit dem schwachen Rechten ins Tor bugsieren. Dass Podolski nach diesem Tor wieder auf Tauchstation ging, ist wiederum bezeichnend für die Form des Noch-Kölners. Zu Gute halten muss man ihm, dass er nicht in Aktionismus verfällt. Er spielt gewissenhaft seinen Part im Mittelfeld, hat wenige Fehlpässe und arbeitet solide in der Defensive.

Auf der Gegenseite gibt es mit Müller ein vergleichbares Problemkind. Er konnte in dieser Saison die Leistungen der Vorjahre nicht ganz aufrecht erhalten. Dabei soll das Vize-Triple der Bayern keine vordergründige Rolle für das leise Formtief spielen. Müller war auch in guten Bayern-Phasen häufig genug nicht auf seinem höchsten Niveau. Er zeigt in Polen und der Ukraine bislang wenig von seiner Torgefahr. Auffällig ist, wie selten er in die Mitte zieht, von wo aus er in der Nationalmannschaft häufig seine Tore erzielte. Genau wie Podolski zeigt er zu wenige Optionen für Passgeber wie Mesut Özil und im Zusammenspiel mit den Außenverteidiger-Kollegen ist ebenfalls Luft nach oben. Ironischer Weise liefert Müller seien einzige Torvorlage für Podolski. Das verdeutlicht, wie hoch das Niveau ist, auf dem man kritisiert.

Der Makel des Jogi Löw

Vielleicht findet sich in diesem Zusammenhang dann eben doch ein Kritikpunkt am Bundestrainer. Akribisch leistet er seine Arbeit. Niemand kennt die Mannschaft so genau und kann besser beurteilen, wem das Vertrauen gebührt. Allerdings stellt sich eine Frage: Fehlt Joachim Löw der Mut seine erfolgreiche Startelf zu verändern?

Es wäre einfach sich auf die Spieler zu verlassen, die in der Vorrunde solide und erfolgreich gespielt haben. Sollte man in der K.o.-Phase scheitern, würde man eine Veränderung direkt damit in Verbindung bringen. Aber der Ertrag für das Spielerische könnte so hoch sein. Es gibt viele Varianten die sich mit den Ersatzspielern des Kaders anbieten. Enormes Potential wartet auf der Bank und könnte der Mannschaft Impulse verleihen. Allerdings muss man es wagen, dieses Potential frei zu setzen.
Jogi Löw hat, angefangen mit dem Projekt-Klinsmann, dem deutschen Fußball Stück für Stück ein neues Gesicht gegeben. Jetzt hat er die Möglichkeit einer Mannschaft viele Gesichter zu geben. Grade im viel beschworenen Duell mit Spanien könnte dies ein entscheidender Faktor sein.

Für das Spiel gegen Griechenland hat Löw bereits angekündigt: „Ich scheue mich nicht davor, weitere Entscheidungen zu treffen und zu verändern, weil wir gute Spieler in der Hinterhand haben.“ Darauf möchte man entgegnen: Nur Mut, Jogi Löw!

Von Bernd Küchler

Montag, 18. Juni 2012

Mein "Schnörres" für Deutschland

Puh, das war ganz schön knapp gegen die Dänen. Ein Tor zum falschen Zeitpunkt hätte das vorzeitige Aus bedeuten können und somit auch den „Tod durch Rasur“ für meine olle Rotzbremse. Doch der bartlose Özil fand den ebenso ohne Gesichtsbehaarung auflaufenden Bender, der gekonnt zum 2:1 einschob und uns alle kräftig jubeln ließ. Unsere Elf beendet folgerichtig die „Todesgruppe“ mit 9 Punkten und untermauert die Ambitionen, den „Coupe Henri Delaunay“ ins Handgepäck nach Deutschland zu verfrachten. Dabei überzeugen Jogis Jungs derzeit nicht nur spielerisch, sondern offenbar auch optisch.  Schließlich erfreut sich der bärtige Hummels eines beständig wachsenden weiblichen Anhangs. Ob der Bart die Mädels macht? In meinen Fall ist die Wirkung auf jeden Fall gegensätzlich. Der „Schnörres“ erregt zwar Interesse, aber eher die Art von Aufmerksamkeit, die auch Gegenständen im Kuriositätenkabinett zuteil wird. Deshalb müsste mein „Er sucht Sie“ – Inserat derzeit wohl lauten: „Student im „schwarz-rot-goldenen“ Delirium mit kräftigem Schnauzbart sucht Schnurrbartliebhaberin zwecks gemeinsamen "Public Viewing“. Doch die Resonanz dürfte wohl gering ausfallen, weshalb ich zu dem Entschluss gekommen bin mein rötlich-braunes Oberlippengewächs wenigstens mit einem weiblichen Namen zu versehen, um der „Einsamkeit“ zu entfliehen. Meine derzeit bester Vorschlag ist „Käthe“ (in Anlehnung an einen beachtlichen Schnäuzer), aber vielleicht fällt euch ja bei Betrachtung meines Schnauzers ein treffenderer Name ein. Fest steht, bis zum Griechenland-Spiel muss (vorerst) „Käthe“ noch ein ganzes Stück wachsen, schließlich sind die Griechen unserer Elf barttechnisch um Längen voraus. Ob und inwiefern das den Spielverlauf beeinflussen wird, ist zwar äußerst fraglich, aber ich verspreche den Wuchs nach Leibeskräften zu beschleunigen. Sollte gutes Zureden nicht fruchten, suche ich evtl. den Schamanen meines Vertrauens auf, um das ein oder andere Wässerchen zu besorgen.

Bis dahin, euer Bartmeister!


von Mattias Jahn

Freitag, 15. Juni 2012

Mein "Schnörres" für Deutschland

Das Fußballspektakel ist in vollem Gange, seit einer Woche läuft die Europameisterschaft in Polen und der Ukraine. Ebenso lang befindet sich über meiner Oberlippe ein „El Dorado“ für wilden Bartwuchs. Denn in diesem Jahr soll er endlich her, der lang ersehnte Titel für die DFB-Elf. Deshalb steht mir nun ein Schnäuzer, der so lange mein Gesicht ziert, wie die deutsche Nationalmannschaft im Turnier verbleibt – Wer Erfolg haben will muss schließlich leiden. Und Leid ist wohl der richtige Ausdruck, denn nach 7 Tagen stört mich mein Oberlippenzauberland schon etwas. Denn auch wenn sich der „Schnörres“ als modisch durchaus kompatibel erwiesen hat, habe ich beim Blick in den Spiegel immer noch das Gefühl einem schlechten Christoph Daum-Double gegenüber zu stehen. Aber auch das wird sich legen und so lässt sich über den Schnurrbart sagen: „Er ist nicht schön, aber effektiv!“, schließlich ist mir seit der Rasur die ungeteilte Häme meiner Mitmenschen garantiert. Damit verlief der EM-Auftakt für meinen Nasennachbarn ähnlich, wie für Jogis Jungs. Die spielten auch nicht sonderlich schön, waren aber effektiv und besiegten Ronaldo & Co. zum dritten Mal in Folge. Wie gesagt, nicht besonders schön. Das aber änderte sich am Mittwochabend. Gegen die Niederlande legte unsere Elf eine herausragende Partie hin, Schweinsteiger, Gomez und Co. in absoluter Galaform. Taktisch herausragend und mit spielerischer Brillianz wurde der „Fluch“ des zweiten Spiels überwunden. Nach dem Stotterstart ging unsere Elf gleich in die Vollen. Da bleibt zu hoffen, dass mein Schnauzbart eine ähnliche Entwicklung nimmt und zu einem prächtigen Oberlippengewächs gedeiht. Mit Sicherheit ist er derzeit schon mal ein gutes Omen und deshalb bleibt er weiterhin wo er hingehört, auf der Oberlippe.


von Mattias Jahn

Freitag, 8. Juni 2012

Mein „Schnörres“ für Deutschland

"Den Bart stehen zu lassen" hat große Tradition – Sportler jeder Fasson folgen dem Aberglauben und rasieren sich während eines Turniers oder der Finalserie das Barthaar nicht mehr. Als Fan darf man mitmachen oder eben auch nicht, doch für regelmäßige Bartträger ist dieser Brauch recht unattraktiv. Also kam unser Redaktuer Mattias auf die Idee sich einen Schnurrbart, oder auch „Schnörres“ stehen zu lassen. Bis zum Ausscheiden der deutschen Mannschaft oder dem erhofften Europameistertitel wird er das Barthaar oberhalb der Lippe nicht mehr stutzen und es seinem wilden Wachstum überlassen. Zugegeben, vorab hat er schon mal ein 1-wöchiges Trainingslager eingelegt, um eine ansehnliche Grundlage zu legen, aber auch die besten Fußballer gehen ja nicht unvorbereitet ins EM-Turnier.
Pünktlich zu jedem Deutschland-Spiel wird er euch per Fotopost über das „Ausmaß“ seines Schnurrbarts informieren. Wie attraktiv, oder eben auch nicht der „Magnum-Schnäuzer“ nach drei, hoffentlich erfolgreichen Wochen, aussieht, darf mit Spannung erwartet werden.



von Mattias Jahn

Donnerstag, 7. Juni 2012

Dario G vs. The Lightning Seeds

Zweite Luft sucht den Super-Turnier-Song! Echte Fußballhymne oder Pfeifkonzert? Welcher Turnier-Song ist der beste? Ihr habt die Wahl!

Zweite Luft – BlogSport hat die offiziellen Songs der letzten Turniere aus den verstaubten CD-Regalen hervorgekramt und sucht nun mit euch DEN Turnier-Song der jüngeren Vergangenheit. Jeden Tag treten zwei Songs im direkten Duell gegeneinander an, wer mehr Stimmen erhält, zieht in die nächste Runde ein. Abgestimmt wird auf unserer Facebook-Seite (http://www.facebook.com/pages/Zweite-Luft-BlogSport/195005637251504).

Finale: Dario G vs. The Lightning Seeds


Es geht um den Titel bei ZLSDSTS! Im Finale stehen sich die Songs der WM 1998 in Frankreich und der EM 1996 in England gegenüber. Sowohl Dario G, als auch die Lightning Seeds gewannen ihr Viertel- und Halbfinale souverän und stehen nun dicht vor dem Triumph. Ihr habt es in der Hand - Wer soll unser Super-Turnier-Song werden?


Dario G – Carneval de Paris (WM 1998)


Dario G ist ein Projekt der drei Engländer Paul Spencer, Scott Rosser und Stephen Spencer. Der Name geht zurück auf Dario Gradi, den Manager des Fußballclubs der britischen Grafschaft Crewe, in denen die drei Dance/ Trance-Künstler an der Fußballhymne zur WM 1998 in Frankreich bastelten. „Carneval de Paris“ lässt zwar Text und Gesang vermissen, geht aber mit seiner Melodie und dem rhythmischen Trommeln sehr rasch ins Gedächtnis. Ein absoluter Ohrwurm, den wohl ganz Europa im Sommer 1998 vor sich her pfiff.



The Lightning Seeds – Football’s coming home (EM 1996)



Baddiel & Skinner & Lightning Seeds - Three Lions (Football's Coming Home) on MUZU.TV.

Die Formation gehörte in den 90er Jahren zu den erfolgreichsten Britpop-Bands und bescherte dem Mutterland des Fußballs mit „Football’s coming home“ eine wunderbare Hymne zur Heim-Europameisterschaft. Noch heute gehört der Song zum Standard-Repertoire bei Fußballveranstaltungen und wurde bereits mehrfach gecovert. Bei uns gebt ihr eure Stimme selbstverständlich für das Original ab!

Hier geht es zur Abstimmung (Bereits beendet):  http://www.facebook.com/pages/Zweite-Luft-BlogSport/195005637251504

Ergebnis:

Dario G – Carneval de Paris (WM 1998)   
30% (3 Stimmen)
The Lightning Seeds – Football’s coming home (EM 1996)   
70% (7 Stimmen)

von Jonas Docter

Dienstag, 5. Juni 2012

The Lightning Seeds vs. Nannini & Bennato

Zweite Luft sucht den Super-Turnier-Song! Echte Fußballhymne oder Pfeifkonzert? Welcher Turnier-Song ist der beste? Ihr habt die Wahl!

Zweite Luft – BlogSport hat die offiziellen Songs der letzten Turniere aus den verstaubten CD-Regalen hervorgekramt und sucht nun mit euch DEN Turnier-Song der jüngeren Vergangenheit. Jeden Tag treten zwei Songs im direkten Duell gegeneinander an, wer mehr Stimmen erhält, zieht in die nächste Runde ein. Abgestimmt wird auf unserer Facebook-Seite (http://www.facebook.com/pages/Zweite-Luft-BlogSport/195005637251504).

Das harte Ausscheidungsrennen im Viertelfinale hat 4 Halbfinalisten hervorgebracht. Shakira, Dario G, The Lightning Seeds und Gianna Nannini & Edoardo Bennato sind weiterhin im Rennen um musikalische Ehren. Nur noch eure „Stimmgewalt“ trennt die Vier vom Finale.

2. Halbfinale: The Lightning Seeds vs. Gianna Nannini & Edoardo Bennato

England gegen Italien – im Fußballzirkus ein Aufeinandertreffen, welches für kurze Fingernägel und unvergessliche Bilder sorgen sollte. Zwar sorgen die beiden Konkurrenten im zweiten Halbfinale von ZLSDSTS weniger für gekürztes Nagelwerk, doch unvergessliche Bilder verbindet man unweigerlich mit beiden Songs. Schließlich begleiteten sie doch die letzten beiden Triumphe der DFB-Elf. 1990 in Italien und 1996 in England durften Matthäus und Klinsmann die Trophäe in die Höhe strecken. Welche Melodie es nicht nur in eure Herzen, sondern auch zum Ohrwurm gebracht hat, dürft ihr per Wahl entscheiden. Bis Mittwoch (06.06 / 13 Uhr) habt ihr die Wahl.

The Lightning Seeds – Football’s coming home (EM 1996)


Baddiel & Skinner & Lightning Seeds - Three Lions (Football's Coming Home) on MUZU.TV.

Die Formation gehörte in den 90er Jahren zu den erfolgreichsten Britpop-Bands und bescherte dem Mutterland des Fußballs mit „Football’s coming home“ eine wunderbare Hymne zur Heim-Europameisterschaft. Noch heute gehört der Song zum Standard-Repertoire bei Fußballveranstaltungen und wurde bereits mehrfach gecovert. Bei uns gebt ihr eure Stimme selbstverständlich für das Original ab! Und das Original hat ganz schön was zu bieten, schließlich musste Herbert Grönemeyer im Viertelfinale gegen die Briten die Segel streichen. Ob die Turnierfavoriten nach dem „schweren“ Sieg gegen Grönemeyer noch Luft haben für das Duell mit Nannini und Bennato?

Gianna Nannini & Edoardo Bennato Un’ Estate Italiana (WM 1990)


Ein emotionales Meisterwerk der „Fußball-Songs“. Beim Stück von Nannini und Bennato muss man nur die Augen schließen und schon flimmern vor dem inneren Augen die entscheidenden Szenen: Brehme links unten, Tor und fast hört man auch Rubenbauers Stimme, die wohlbekannt ruft: „Goycochea wusste alles, nur halten konnte er ihn nicht!”. “Un’ Estate Italiana” wird wohl auf ewig mit dem deutschen Weltmeistertitel von Rom verbunden bleiben. Auch textlich ein Meisterwerk: “Der Traum der schon in der Kindheit beginnt und der dich immer weiter bringt!”, wird das Lied, vor allem nach Triumphen der Squadra Azzurra, weiterhin mit großer Begeisterung gespielt. Erfolgreich präsentierte sich das italienischen Gespann auch im Viertelfinale. Die hochgewettete Nelly Furtado blieb chancenlos und musste sich dem vibrierenden Gitarrensolo geschlagen geben. Doch im Halbfinale müssen Nannini & Bennato gegen den Turnierfavoriten antreten.

Hier geht es zur Abstimmung (Bereits beendet): (http://www.facebook.com/pages/Zweite-Luft-BlogSport/195005637251504)

Ergebnis:

The Lightning Seeds – Football’s coming home (EM 1996) 
100% (2 Stimmen)
Gianna Nannini & Edoardo Bennato Un’ Estate Italiana (WM 1990)
0% (0 Stimmen)
 

von Jonas Docter und Mattias Jahn

Montag, 4. Juni 2012

Shakira vs. Dario G

Zweite Luft sucht den Super-Turnier-Song! Echte Fußballhymne oder Pfeifkonzert? Welcher Turnier-Song ist der beste? Ihr habt die Wahl!


Zweite Luft – BlogSport hat die offiziellen Songs der letzten Turniere aus den verstaubten CD-Regalen hervorgekramt und sucht nun mit euch DEN Turnier-Song der jüngeren Vergangenheit. Jeden Tag treten zwei Songs im direkten Duell gegeneinander an, wer mehr Stimmen erhält, zieht in die nächste Runde ein. Abgestimmt wird auf unserer Facebook-Seite (http://www.facebook.com/pages/Zweite-Luft-BlogSport/195005637251504).




 Das harte Ausscheidungsrennen im Viertelfinale hat vier Halbfinalisten hervorgebracht. Shakira, Dario G, The Lightning Seeds und Gianna Nannini & Edoardo Bennato sind weiterhin im Rennen um musikalische Ehren. Nur noch eure „Stimmgewalt“ trennt die Vier vom Finale.


1. Halbfinale: Shakira – Waka Waka vs. Dario G. Carneval de Paris

Zwei absoluter Hochkaräter stehen im ersten Halbfinale. Doch um einmal im Fußballjargon zu bleiben: Ihre Taktik könnte unterschiedlich nicht sein. Während „Waka Waka“ zum mitsingen und grölen animiert, setzt „Carneval de Paris“ auf rhythmische Untermalung. Wer im Aufeinandertreffen der beiden den besseren Ansatz gewählt hat, liegt in euren Händen. Wakat sich Shakira ins Finale oder trommelt Dario G ihren heißen Hüftschwung nieder? Ihr habt die Wahl und könnt euch bis Dienstag (05.06/13 Uhr) entscheiden.

Shakira – Waka Waka (WM 2010)


Die kolumbianische Sängerin Shakira lieferte den Song zur Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika. Eingesungen mit der Band Freshlyground begleitete die eingehende Melodie die Bilder des Turniers. Der Song, dessen Refrain dem kamerunischen Lied „Zangalewa“ entnommen ist, war äußerst erfolgreich. In 17 Ländern katapultierte sich „Waka Waka“ auf Chartplatz 1 und animierte vielerorts zum mitsingen. Im Viertelfinale setzte sich Shakira eindeutig gegen Oceana durch und untermauerte ihren Status als "Geheimfavorit", ob sie auch gegen Dario G bestehen kann?


Dario G – Carneval de Paris (WM 1998)


Dario G ist ein Projekt der drei Engländer Paul Spencer, Scott Rosser und Stephen Spencer. Der Name geht zurück auf Dario Gradi, den Manager des Fußballclubs der britischen Grafschaft Crewe, in denen die drei Dance/ Trance-Künstler an der Fußballhymne zur WM 1998 in Frankreich bastelten. „Carneval de Paris“ lässt zwar Text und Gesang vermissen, geht aber mit seiner Melodie und dem rhythmischen Trommeln sehr rasch ins Gedächtnis. Ein absoluter Ohrwurm, den wohl ganz Europa im Sommer 1998 vor sich her pfiff. Im Viertelfinale konnte sich die britische Kombo gegen Anastacia durchsetzen, die zwar viel "Boom" aber zu wenig Stimmen hatte um "Carneval de Paris" ernsthaft zu gefährden. Mit Shakira wartet nun ein stärkerer Gegner.

Hier geht es zur Abstimmung (Bereits beendet):  http://www.facebook.com/pages/Zweite-Luft-BlogSport/195005637251504

Ergebnis:

Shakira – Waka Waka (WM 2010)            0% (0 Stimmen)
Dario G – Carneval de Paris (WM 1998)   2% (2 Stimmen)
 
von Jonas Docter und Mattias Jahn